Atelier Hammerl Dannenberg | WEIHNACHTSKRIPPEN AUS BÖHMEN UND MÄHREN
Atelier Hammerl & Dannenberg inszeniert Räume, Hotels, Ausstellungen, Museen, Objekte, Restaurants, Geschichte, Firmen und Inhalte
Atelier Hammerl Dannenberg, Architektur Design München, Tanja Hammerl Szenografin München, Achim Dannenberg Architekt München, Architektur und Ökologie, Hospitality, Architektur als Marketingfaktor, Ausstellung Planung, Ausstellungsgestaltung, Ausstellung Gestaltung, Corporate Design München, Corporate Design Konzept, Hotel Konzept, Hotelplanung, Hotelkonzepte, Hotel Planer Hotel, Innenraum Design, Innenraumplanung, Innenraumdesign, Wellness Hotel Design Wellness Konzepte, Wellnessplanung
21391
portfolio_page-template-default,single,single-portfolio_page,postid-21391,hazel-core-1.0.7,ajax_fade,page_not_loaded,,vertical_menu_enabled,vertical_menu_transparency,vertical_menu_transparency_on,content_with_no_min_height,select-theme-ver-4.7,wpb-js-composer js-comp-ver-6.9.0,vc_responsive

WEIHNACHTSKRIPPEN AUS BÖHMEN UND MÄHREN

»Weihnachtskrippen der besonderen Art« 

Die Krippenkunst im Sudetenland bzw. in Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien stellt ein Alleinstellungsmerkmal sudetendeutscher Kulturgeschichte dar. Sie ist so berühmt, dass sie mehrere Besonderheiten hervorgebracht hat, wie zum Beispiel die mit groben Holzschnitten gestalteten Grulicher Krippenfiguren, benannt nach der Ortschaft Grulich, tschechisch Králíky, oder die Papierkrippen, mehrheitlich in Nordböhmen zu Hause.

Nach der Vertreibung aus dem Sudetenland 1945/46 wurde die Liebe der sudetendeutschen Bevölkerung zu ihren Hauskrippen und dem Basteln und Werkeln von Krippenlandschaften und Krippenfiguren, wie in anderen Bereichen auch, institutionalisiert. Es entstand die „Arbeitsgemeinschaft sudetendeutscher Krippenfreunde“. Aber auch für viele Sudetendeutsche, die der Vereinigung nicht als Mitglied angehörten, hat das „Gen“ des Krippenbaus in der Vorweihnachtszeit einen Drang zum Handeln erzeugt. 

Die Ausstellung erlaubt einen Einblick in die Bestände des Sudetendeutschen Museums, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich im Depot des Museums aufbewahrt werden. Sie dient damit auch der Dokumentation eines kleinen, aber sehr wichtigen Sammlungsbestandes. Es wurde darum auch bewusst darauf verzichtet, die Ausstellung durch Leihgaben von Privatpersonen oder anderen Museen zu ergänzen. Neben der Präsentation der Krippen selbst soll die Ausstellung auch die Wege aufzeigen, auf denen sie zum Sudetendeutschen Museum gelangt sind. Diese Wege machen auch den Erhaltungszustand der überlieferten Weihnachtskrippen verständlich: Oft gingen Teile verloren oder wurden beschädigt, oft wurden Fragmente älterer Krippen mit neueren Bestandteilen kombiniert. Auch wurden oft Figuren aus unterschiedlichsten Epochen und Regionen miteinander kombiniert. Eine „historisch korrekte“ Weihnachtskrippe war den Vorbesitzern oft weniger wichtig als eine vollständige Weihnachtskrippe, die unverzichtbarer Bestandteil des weihnachtlichen Brauchtums war.

FACTS

AUFTRAGGEBER / KUNDE
Sudetendeutsches Museum
München

LEISTUNGSPHASE
1-8

LEISTUNGEN
Lichtplanung, Grafik, Medial Installation Raumgroßer Krippenfiguren

FLÄCHE
ca. 400m²

PLANUNG
Oktober 2021 – Dezember 2021

PROJEKTLEITER
Tanja Hammerl

PROJEKTTEAM
Aaron Jungblut-Klemm,
Zoe Reich, Markus Csizmadia

Category

Ausstellungsdesign