Atelier Hammerl Dannenberg | Das Tor zum Jenseits
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Das Tor zum Jenseits

GRAB UND TOTENKULT IM ALTEN ÄGYPTEN
TEMPORÄRE DAUERAUSTELLUNG ÜBER 5 JAHRE

Im Mittelpunkt stand der maßstabsgetreue Nachbau der Kultkammer eines thebanischen Felsgrabes aus der Zeit des Neuen Reiches. Die Grabkammer des Rai zeigte in ihren bunten Malereien den Begräbniszug, das Totengericht und den Verstorbenen vor verschiedenen Göttern des Jenseits.

 

In diese Grabarchitektur eingepasst waren Vitrinen, die dem Besucher anhand von Originalobjekten die Vielfalt der Grabbeigaben vorstellen: Grabstatue und Opferbecken, Uschebtis und Kanopen sowie zahlreiche Gegenstände des täglichen Lebens wie Keramik und Möbel. In überaus anschaulicher, auch für Kinder nachvollziehbarer Weise wurden so die Vorstellungen über das Jenseits, der Glaube an die Auferstehung und das Weiterleben nach dem Tode fassbar.

 

Diese in ihrer Art außergewöhnliche und weltweit einmalige Art der Präsentation wurde ergänzt durch einige sehr frühe Beispiele von Grabausstattung, durch Reliefs aus der 4. Dynastie (Altes Reich, um 2500 v.Chr.) sowie einen kostbaren menschengestaltigen Sarg aus der ägyptischen Spätzeit (um 500 v.Chr.).

 

Im Vorfeld der Grabkammer durchschritt der Besucher ein insgesamt 20 Meter langes (Photo-)Panorama von Theben-West, das ihm sowohl die Lage der Totentempel am Rande des Fruchtlandes als auch der Gräber im „Tal der Könige” zeigt. Eine integrierte Dokumentation schilderte die Geschichte des „Tales” von der Antike bis zu den jüngsten Grabungen.

(Text: SMÄK)

FACTS

AUFTRAGGEBER / KUNDE
Staatliches Museum Ägyptischer Kunst, München

LAGE
Zweigmuseum Schloss Seefeld

UMFANG
Lph 1 bis 8, Grafik

FLÄCHE
700 qm

PLANUNGSZEIT
1999

PROJEKTLEITER
Tanja Hammerl